Hamburger Abendblatt, 21.09.2007
Projekt Kunst-Spektakel am Elbarm Reiherstieg
Der Hafen in ganz anderem Licht
Container, Lastkräne und große Schiffe - dieser Anblick ist in Hamburg alltäglich. Jetzt zeigt sich der Hafen in einem anderen Licht: Im Rahmen des Pilotprojekts "Flusslicht" wird der Elbarm Reiherstieg bei Dunkelheit mit 25 Lichtkunstobjekten, Kunstinstallationen und Großprojektionen in Szene gesetzt. Mit ihnen erstrahlen Kaimauern, Werften und Lagerhallen in Grün, Rot oder Blau. Betrachtet werden kann das Spektakel bis zum 30. September von Barkassen aus, die etwa fünf Kilometer durch den Hafen in Richtung Harburg schippern.
Der Umweltwissenschaftler Mathias Lintl (40) hat "Flusslicht" gemeinsam mit zwölf deutschen Künstlern auf die Beine gestellt. Sein Anliegen: "Das Projekt soll dazu beitragen, dass Menschen Orte erleben, an denen Stadtentwicklung nicht abstrakt bleibt." Für den Aufbau von mehr als 400 Scheinwerfern, Projektionen und Kunstobjekten arbeiteten 25 Helfer drei Tage lang rund um die Uhr. Vielerorts wurden energiesparende Lichttechniken eingesetzt. Auch musste sichergestellt werden, dass der Betrieb ansässiger Unternehmen einwandfrei weiterlaufen kann. "Dabei war auch die eine oder andere waghalsige Aktion über Wasser nötig", erzählt der Illuminationskünstler Wolfgang Graemer (37). Abfahrt ist täglich um 19.30 Uhr vom Anleger "Hafentor" an den Landungsbrücken neben dem Museumsschiff "Rickmer Rickmers" (Informationen im Internet unter: www.flusslicht.de).